플라이어 Flyer

백민영展 / PAIKMINYOUNG / 白玟榮 / installation   2014_1010 ▶︎ 2014_1109

백민영_Flyer_엽서스탠더 6개, 미술관엽서 480장, 모터_가변크기_2014

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초대일시 / 2014_1010_금요일_07:00pm

관람시간 / 10:00am~12:00pm

프로옉트라움 베를린 위클리 Projektraum BERLIN-WEEKLY Linienstraße.160, 10115 Berlin, Germany berlin-weekly.com

'서둘러야 한다.' 1906년, 갑자기 불어닥친 산업시대의 격변에 환멸을 느낀 폴 세잔은 말했다. '당신이 아직도 뭔가를 보고자 한다면. 모든 것은 사라진다.' 옛길이 새로운 길 밑으로, 자연은 도시에 밀려 그리고 수많은 도시가 폭탄의 소나기 속으로 자취를 감췄다. 우리는 사라지는 것들을 유지하고 저장하기 위해 악기를 발명했다. 사진, 필름 그리고 디지털 매체는 빛바래 가는 세계를 복제하고, 이미지로 교체하였다. 그러는 사이 이 지나간 세계는 많은 사람에게 하나의 실제가 되었다. 이를테면 지난 휴가에 대해 페이스북에 포스팅한 여행자들과 책에서 수백 번씩 본 모나리자의 원본이 들어있는 두꺼운 방탄유리 앞에서 실망했던 관람객과 같은 사람들 말이다. 현대미술은 그 고유성을 유지하기 위해 모사에게서 벗어난 이미지의 편재에 반응한다. 그러나 관심, 애정, 자본의 경쟁과 더불어 늘 더 빠르게 돌아가는 시장이 지속해서 공급하는 이미지의 홍수로 인한 시각적 과열에 휩쓸리게 되었다. ● 백민영의 「플라이어」가 우리의 귓가에서 아슬아슬하게 비행하는 데에는 그만한 이유가 있다. 여섯 개의 엽서스탠더가 각자의 축을 기준으로 워홀, 리히터, 나우만 등과 함께 회전한다. 함부르크 쿤트스할레, 암스테르담 스테델릭 미술관, 바젤 폰다치온 바이어러, 말뫼 콘스트할 그리고 그 외의 다른 미술관으로부터 온 480장의 미술작품 엽서가 빠르게 지나가며 우리를 어지럽힌다. 엽서들의 윤곽, 색상, 사람 그리고 사물들은 미술사가 훌라후프 춤이라도 추는 듯 화려한 물결 속으로 희미해져 버렸다. 「플라이어」는 유쾌하지만 슬프고 한편으론 낭만적이다. 우리는 끊임없이 돌아가는 회전목마를 쫓으며 어린아이처럼 즐겁지만, 슬프게도 눈 앞에 놓인 예술에 대한 우리의 무지를 깨닫게 된다. 허나, 비로소 만질 수도 잡을 수도 없는 이미지 그 본연의 모습은 꽤 낭만적이다. 그것들은 번쩍하고 사라진다. 당신이 무언가를 보기 위해선 바삐 움직여야만 할 것이다. ■ 크리스티안 하르타트

백민영_Flyer_엽서스탠더 6개, 미술관엽서 480장, 모터_가변크기_2014 (작품영상_youtu.be/OTrzcfnvu38)

"Man muß sich beeilen", schrieb Paul Cézanne 1906, ernüchtert von den Umwälzungen des hereingebrochenen Industriezeitalters, "wenn man noch etwas sehen will. Alles verschwindet." Es verschwanden die alten Straßen unter neuen, Landschaften unter den Städten, bald die Städte unterm Bombenhagel. Wie um das Entgleiten der Dinge hinauszuzögern, haben wir seitdem Instrumente erfunden, sie festzuhalten und aufzubewahren. Photographie, Film und digitale Medien verdoppeln gleichsam die verblassende Welt und ersetzen sie durch Bilder, die ihre eigene Realität beanspruchen. Diese Welt aus zweiter Hand ist für viele inzwischen zu ihrer eigentlichen geworden: für den Touristen, der anhand der Facebookpostings feststellt, wie sein Urlaub gewesen ist, wie für den Kunstliebhaber, der die Mona Lisa hundertfach aus Büchern kennt und dann enttäuscht ist, wenn er vor dem panzerglasgesicherten Original steht. Die zeitgenössische Kunst mag, um unverwechselbar zu bleiben, auf die Allgegenwart der Bilder mit dem Rückzug aus der Abbildlichkeit reagieren – von der visuellen Überhitzung wird sie trotzdem voll erfasst: als Konkurrentin um Aufmerksamkeit, Zuwendung, Geld, aber auch als Mitverursacherin des Bilderstroms, die einen immer schneller rotierenden Markt beständig mit Nachschub versorgt. Nicht ohne Grund also fliegen uns ihre Produkte in Minyoung Paiks 「Flyer」in einem atemberaubenden Tempo um die Ohren. Wie Derwische drehen sich sechs Postkartenständer um die eigene Achse, und mit ihnen die Warhols, Richters, Naumans und wie sie alle heißen. 480 Werke aus der Hamburger Kunsthalle, dem Stedelijk Museum in Amsterdam, der Basler Fondation Beyeler, der Malmö Konsthall und etlichen anderen Sammlungen sausen vorbei, dass einem schwindlig wird. Ihre Konturen und Farben, Menschen und Gegenstände verschwimmen im Vorüberzischen zu bunten Schlieren, als würde mit der Kunstgeschichte Hula-Hoop getanzt. Das ist lustig, traurig und romantisch zugleich. Lustig, weil man das Ringelspiel vergnügt verfolgt; traurig, weil es uns die eigene Blindheit gegenüber der Kunst vor Augen führt; romantisch, weil die Bilder so ganz bei sich sind, unberührbar und jedem Zugriff entzogen. Sie blitzen auf und verschwinden; und wir müssen uns eben beeilen, wenn wir etwas sehen wollen. ■ Christian Hartard

Vol.20141009k | 백민영展 / PAIKMINYOUNG / 白玟榮 / installation